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Black-ST

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Montag, 5. Mai 2008, 13:36

Rad-/Reifenkombinationen - Basics

Hallo liebe Mitglieder,

auf Grund immer wiederholter Anfragen wie "bekomme ich das eingetragen?" möchte ich jetzt mal kurz und allgemein einige Grundlegende Dinge für Felgen und Reifen loswerden: (das gilt für normale Tuning Fans, es geht natürlich auch extremer :whistling: ...)

1. Begriffe
  • Zoll = Durchmesser der Felge
  • J = Index zur Breite der Felge
  • ET = Einpresstiefe (wie weit kommt die Bereifung aus dem Radkasten?)
  • Beispiel: original Propeller Felge 6Jx15 ET34 ; Ford Lochkreis: 4x108, Nabenbohrung: 63,4mm

Bei allen Anfragen und Bitten um Ratschläge immer mindestens diese drei Daten angeben!


2. Reifen

Die mögliche Bereifung steht immer im dazugehörigen Gutachten zur Felge. Für den Puma sind 195/50R15 (Serienbereifung) bis hin zu 205/40R17 möglich. Bei 16 Zoll Felgen sind 215/40 R16 zu empfehlen, da sie günstig sind, eine große Auswahl besteht und ohne Probleme eintragungsfähig sind (auch 225 ist an der HA möglich). Bei 17 Zoll Felgen muss beachtet werden, dass bei Dimensionen >205/40 eine Tachoangleichung erfolgen muss. Alternativen wären hier 215/35R17, hierbei entfällt die Tachoangleichung.
Allgemein gilt: der Abrollumfang darf im Bereich -2,5% bis +1,5% variieren, andernfalls wird eine falsche Geschwindikgeit angezeigt. Zur Berechnung dient folgendes Tool:
http://www.reifensuchmaschine.de/reifen_…ifenrechnen.htm


3. Felgen

3.1 16" Zoll
Für gewöhnlich haben Tuning Felgen für Ford Fahrzeuge die Dimension 7,5x16ET35 mit entsprechender Bereifung 215/40R16 .Damit liegt man weitesgehend auf der sicheren Seite. Durch Spurplatten lässt sich das Ergebnis noch etwas verschönern.

Einige Felgenhersteller, v.a. OZ und Team Dynamics, bieten ihre 16 Zoll Felgen nur in 7J Breite an (Gewichtsersparnis!). Da es sich hierbei um eine recht schmale Felge handelt, sind einige 215er Reifen rein optisch zu breit. Je nach Geschmack kann man von 195er über 205er bis hin zu 215er auswählen.

Sehr häufig disskutiertes Thema sind sehr breite Felgen in der Dimension 9J. Diese Größe an der HA in Verbindung mit 7,5J an der VA ergeben ein sehr schönes Gesamtbild, das hervorragend zu den Linien des Puma passt. Natürlich kann diese Größe auch rundum montiert werden, allerdings muss hierzu die ET zwingend beachtet werden (siehe Kapitel 4). Meistens werden auch hier 215/40 Reifen verwendet (hierzu ist aber eine Freigabe des Reifenherstellers notwendig!), oder 225er. Der Vorteil der 215er ist eine sehr gestreckte Reifenflanke, das unterstreicht die Optik.


3.2 17" Zoll

Felgen in 17" Zoll haben den Nachteil, dass sie sich negativ auf das Beschleunigungsverhalten und den Verbrauch des Pumas auswirken. Wer also nicht zwingend 17" braucht, sollte lieber auf 16er zurückgreifen. Da der Puma immer noch ein Kleinwagen ist, reicht das in der Regel aus. Außerdem muss beachtet werden, dass bei 17" oftmals Lenkeinschlagsbegrenzer (=LEB) verbaut werden müssen, da sonst der Reifen innen am Radkasten schleift.
Es ist jedoch auch bei 17 Zoll Felgen möglich ans Maximum zu gehen. Hierbei können Felgen verwendet werden, die eigentlich für Cougar, Focus oder Mondeo gedacht sind: in der Dimension 7,5x17 ET 35 lässt sich hier durch entsprechende Spurplatten die Idealoptik erzielen (mit 215/35R17). Besonders empfehlenswert sind hierbei 40mm/VA bzw 50mm/HA, somit entfällt die Notwendigkeit der LEB. Alles was darüber hinausgeht wird äußerst eng und kann u.U. beim Einfedern außen schleifen.


4. Einpresstiefen ET

Diese Kenngröße hat sehr viel mit der Optik zu tun. Selbst breite 9J Felgen mit der ET30 wirken auf der HA eher schmal, da sie im Radkasten verschwinden. Die ET lässt sich mittels Spurplatten ändern.

Zur Orientierung mal einige Empfehlungen der effektiven ET (Felgen ET - Spurplatte = effektive ET):
  • 7,5J : rundum ET20
  • 9J : rundum ET15 ; ET10 (extrem!)
Bei 9J Felgen muss bedacht werden, dass bei ET30 die Felge je nach Fahrwerk auch am Stoßdämpfer schleifen kann. Ein Mindestabstand von 5mm ist hier vorgeschrieben!

Es gibt darüber hinaus vorgaben vom TÜV, die in der Regel nicht übersschritten werden dürfen. Wird die Achse über 2% verbreitert, muss deren Festigkeit nachgewiesen werden. Solch ein Gutachten existiert von SCC und kann per eMail angefragt werden oder auf der HP heruntergeladen werden. Allerdings hat dieses Gutachten seit Dezember 2005 offiziell seine Gültigkeit verloren und kann somit vom TÜV abgelehnt werden.
Hier ist es ratsam eines der Spurplatten Gutachen von der H&R HP herunter zu laden (Nummer: 960F0022-02). Hier werden neben der Grenzeinpresstiefe von ET4 auch die Achsfestigkeit bei über 2% Verbreiterung bestätigt (unter Auflagen, H5).


5. Spurplatten
  • Spurverbreiterungen bis 6mm/Achse bzw. 3mm pro Seite können ohne Änderungen aufgesteckt werden.
  • Spurverbreiterungen bis 30mm/Achse bzw. 15mm pro Seite werden mittels längerer Bolzen montiert, die in der Regel gesondert bestellt werden müssen. An der Hinterachse kann man das ohne Probleme selber mit einem Hammer erledigen, an der Vorderachse ist der Montageaufwand für das Wechseln der Radbolzen mit hohem Aufwand verbunden (Einpressen eines neuen Radlagers notwendig).
  • Spurverbreiterungen ab 40mm/Achse sind in 2 Systemen verfügbar. Bei Platten mit eingepressten Bolzen (z.B. H&R DRM 40346334) schauen hierbei die original Bolzen etwa 1-2 mm über die Spurplatte heraus,d.h. um dieses Stück muss der Bolzen gekürzt werden ODER es werden Felgen verwendet,die an dieser Stelle Vertiefungen haben. Alternativ: wie 30mm/Achse: längere Bolzen werden eingepresst & die Spurplatte durchgesteckt (z.B. H&R DRS 4034633). Der Montageaufwand beim DRS System ist somit deutlich höher.
  • ab 48mm/Achse sind die Bolzen immer eingepresst (DRM). Sehr einfache Montage,da die SV direkt an den original Bolzen befestigt wird,die Räder dann an der SV.

6. Eintragung

Natürlich hängt die Freigängigkeit der Bereifung in erster Linie vom verbauten Fahrwerk ab. Ein Gewindefahrwerk bietet weniger Spielraum als reine Tieferlegungsfedern. Die Eintragung extremer Umbaumaßnahmen erfolgt ohnehin meist über Einzelabnahme, sodass die Auflagen im Gutachten eher sekundär sind. Sollte ein Gutachter trotz Freigängigkeit und gültiger Gutachten auf Grund Kleinigkeiten die Eintragung verweigern, sucht euch einen anderen TÜV.
In der Regel hat man mit einem Gewindefahrwerk recht gute Chancen knappe Freigängigkeit eingetragen zu bekommen, da der Federweg wesentlich kürzer ist als mit einem weichen Serienfahrwerk. Ab 8,5x17 sind Karrosseriearbeiten unvermeidlich.
Zur Erhöhung der Freigängigkeit im Radkasten sind grundsätzlich folgende Maßnahmen hilfreich:
  • Radkastenschalen (Teppich) höher hängen: dazu den Teppich entfernen und die mittige Kante mit einem massiven Hammer umschlagen. Anschließend den Teppich einlegen und nach oben drücken, anschließend zur Fixierung neue Löcher im Teppich einschneiden. Dadurch hängt der Teppich etwa 20mm höher als im Serienzustand.
  • Ansaugrohr im Radkasten auf der Fahrerseite kann gefahrlos entfernt werden, dadurch ergibt sich mehr Platz im Radkasten.
  • an der Hinterachse ist die Bördelkante beim PUMA bereits umgelegt, d.h. hier ist nichts mehr veränderbar. Es bleibt nur das Ziehen des Radkastens.
  • gundsätzlich: schleift das Rad innen, ist die ET zu hoch und der Teppich hängt zu tief; schleift das Rad außen, ist die ET zu gering.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Black-ST« (22. September 2010, 17:32)


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Montag, 5. Mai 2008, 16:48

Hier noch mal ein kleiner Nachtrag zur ET, das ist der Abstand zwischen Felgenrückseite und Felgenmitte.

Quelle Felgen.net
Auf diesem Planet leben Autos.
Sie haben zweibeinige Sklaven die sie hegen und pflegen,
sie gehen sogar für sie arbeiten.